Die Gärten der Liebe – Teil 2

Als Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) die gesegnete Stadt Madinah Munawwarah zur Zeit der Hijrah betrat, erwartete ihn mit Spannung eine Vielzahl von Menschen. Unter ihnen waren die begeisterten Anhänger von Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) – die Ansaar (radhiyallahu ‚anhum) von Madinah Munawwarah – sowie die Juden und Götzendiener, die in der Stadt lebten. Die Nicht-Muslime waren sehr neugierig, die Person zu treffen, die das Prophetentum für sich beanspruchte und seine Botschaft zu hören.

Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) hielt dann eine öffentliche Predigt, in der er die Menschen zu den schönen Lehren des Islaam einlud. Sayyidina Abdullah bin Salaam (radhiyallahu ‘anhu), der zu dieser Zeit ein jüdischer Rabbi war, beschreibt seine erste Begegnung mit Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) mit den folgenden Worten:
„Ich war unter den Leuten während sie kamen, um Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) zu sehen und als mein Blick auf sein gesegnetes Gesicht fiel, wusste ich sofort, dass sein Gesicht nicht das Gesicht eines Betrügers war. Die allerersten Worte, die von seinem gesegneten Mund ausgingen, waren: „O Leute! Macht Salaam zu einer gängigen Praxis unter euch, versorgt die Menschen mit Nahrung, pflegt eure Verwandtschaftsbande, verrichtet Nafl Gebete in der Nacht, während die Menschen schlafen, und betretet Jannah mit Salaam (mit Frieden und Gnade von Allah Ta’ala).“ (Sunan Ibnu Maajah #3251)

Dies war der erste Eindruck, der im Herzen von Sayyidina Abdullah bin Salaam (radhiyallahu ‘anhu) und anderen bezüglich der Schönheit des Islam hinterlassen wurde. Er sah, dass der Islam eine Religion ist, die nicht nur für Gerechtigkeit steht, sondern viel weiter geht und das höchste Maß an Barmherzigkeit und Freundlichkeit im Umgang mit der Schöpfung fördert. Dies war der Grund, warum Sayyidina Abdullah bin Salaam (radhiyallahu ‘anhu) später den Islam annahm.

Wenn wir daran denken, der Schöpfung gegenüber Güte und Liebe zu zeigen, dann kommen uns in der Regel wohltätige Spenden in den Sinn. Doch Güte und Liebe gegenüber der Schöpfung zu zeigen, ist nicht nur darauf beschränkt. Vielmehr sollten sich Freundlichkeit und Liebe in jeder Dimension des Lebens eines Muslims widerspiegeln.

Sei es ein aufmunterndes Wort an eine unterdrückte Person, ein Ratschlag an jemanden in Schwierigkeiten, eine Mahlzeit für die Armen, Trost für die Hinterbliebenen, Unterstützung für diejenigen, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken, den nächsten Muslim mit einem Lächeln zu begrüßen und sein Herz zu erfreuen, sich zu bemühen, Menschen keine Schmerzen und Unannehmlichkeiten zu bereiten, seien es Muslime oder Nicht-Muslime, und das Übersehen der Fehler der Menschen – all dies spiegelt den Geist der Güte und Liebe wieder, den unser geliebter Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) gezeigt hat im Umgang mit der Schöpfung während seines gesamten Mubaarak-Lebens.

Siehe auch

Die Gärten der Liebe – Teil 3

Die Königin des Paradieses

Sayyidah Fatimah (radhiyallahu ‘anha) war die jüngste Tochter von Rasulullah (sallallahu ‘alaihi wasallam) und wurde von ihm sehr geliebt. Das Ausmaß seiner Liebe zu ihr lässt sich daran ablesen, dass die letzte und erste Person, die er bei seiner Abreise oder Rückkehr von einer ...